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50 JAHRE

DIE SICHERE ALTERNATIVE

Abstammung: v. Lido u. Corvara v. Caletto I-Ballyboy xx-Ramiro-Pernod xx-Meldeschein-Abd el Krim I
Westfale, Braun, *1992
Züchter: Gestüt Westhoff, Ennigerloh

Übersicht:
Westf. Stamm 472. Marleen v. Meldeschein-Abd el Krim I
Maraschino, B., * Westf. 84, v. Milan u. Rarität v. Ramiro-Furioso II, PB Westf.

Cascaya

Durch eine glückliche Fügung gelangte die im Gestüt Westhoff nach „Vornholzer Muster“ gezogene, im Bluttyp stehende Stute Cascaya Ende 2007 zur Familie Schridde.
Der Holsteiner Vater Lido stand im großen Rahmen mit sehr schönem Riß und viel Linie, mit großem Aufsatz und viel Beschälerausdruck bei guter Bemuskelung in Schulter und Kruppe. Seine Nachkommen waren ansprechende, leichtrittige Pferde, mit leichtem Fundament und sehr gutem Bewegungsablauf, etliche hellbraun und bunt, auch lieferte er diverse Füchse. Lido war einer der überragenden Dressurvererber in der Holsteiner Zucht, lieferte in Leonardo 44/Udo Lange bzw. Christilot Boylen, Liostro 15/Martina Adrio, dem gekörten Libero 33/Martin Schaudt und etlichen mehr internationale Grand-Prix-Sieger. Als 1990 erstmals eine FN-Zuchtwertschätzung Dressur veröffentlicht wurde, war Lido der beste Dressurhengst Deutschlands. Springpferde hat dieser wertvolle Vererber weniger geliefert, gleichwohl sind seine beiden gekörten Vollbrüder Lehar und Leonardo überragende Springhengste gewesen. Lido selbst war in Belgien im Vielseitigkeitssport der schweren Klasse erfolgreich. Cascvayas Mutter Covara war westfälische Leistungsstute Springen, selbst vielfach bis M siegreich. Muttervater Caletto I war ein großer, bedeutender Beschäler, modern in der Gesamtaufmachung, mit markantem Gesicht und viel Aufsatz. In der Jugend wirkte die Hinterhand etwas knapp: Die Kruppe fiel steil ab und zeigte wenig Hosenmuskulatur. Letzteres war übrigens ein besonderes Markenzeichen vieler Cor de la Bryère-Söhne. Der Bewegungsvortrag im Trabe war ergiebig und locker, der Galopp hervorragend. Caletto I verfügte über außergewöhnliches Springvermögen in überragender Manier, doch der Verlauf seiner Karriere war durchaus nicht frei von Hindernissen, im doppelten Sinne. Caletto I war nämlich für das Gestüt Vornholz bei Ostenfelde (Westfalen) als Nachfolger von Ramzes AA, Krol Walca, Herold, Pernod xx und Kallistos AA als Beschäler ausersehen und sollte der letzte „große Wurf“ des genialen Pferdemannes Clemens Freiherr von Nagel werden. Von Nagel war ein großer Pferdekenner, der über mehrere Jahrzehnte in seiner Zucht immer instinktiv das Richtige tat und verdient, gemessen an seinen Erfolgen, wohl nur die Bezeichnung „schlichtweg genial“. Er hatte den Spruch „Züchten heißt, in Generationen denken“ verinnerlicht und seine Visionen züchterisch umzusetzen verstanden. Seine Pferde hatten einerseits einen hohen Edelblutanteil, andererseits spielten Holsteiner Blutströme in seiner Zuchtplanung eine große Rolle. Als 1979 die ersten Caletto I-Fohlen geboren wurden, lebte Clemens Freiherr von Nagel schon nicht mehr. Trotzdem muß auch hier posthum noch einmal sein Weitblick gerühmt werden, denn aus dem ersten zahlenmäßig sehr überschaubaren Jahrgang (das westfälische Pferdestammbuch hatte Caletto I die Anerkennung verweigert!) brachte Caletto I den in Westfalen und Oldenburg sehr beliebten Hengst Cartusch, ferner die Mütter der international erfolgreichen gekörten Hengste Adelfos, Aldatus (Junioren-Europameister mit Christian Ahlmann) und Iberio (Derbysieger mit Sören von Rönne). Die Großmutter Bonjours stammt ab von dem märchenhaft schönen Vollblüter Ballyboy xx, der nur kurz auf der Station Kathmann zum Einsatz kam und neben einigen gekörten Söhnen (Bomber, Bumerang, Blizzard, Benito) auch Springpferde besonderer Klasse zeugte (u. a. Boy 14/Karsten Huck).
Über Ramiro und Pernod xx ist Cascaya in den hinteren Generationen klassisch-vornholzisch gezogen: Der Jahrhundertvererber Ramiro, einst einer der ersten „Euro-Hengste“ und für besondere Vererbungsstärke bekannt, war selbst international mit Fritz Ligges erfolgreich und schickte Spitzenpferde gleich mehrdutzendfach in die großen Springarenen der Welt. Der Vornholzer Vollblüter Pernod xx galt unter Willi Schultheis einige Jahre als das erfolgreichste Dressurpferd Deutschlands.
Cascaya hatte bis dahin zahlreichen Reitern als erfolgreiches Springpferd bis Klasse M gedient und noch nie gefohlt. Nach anfängliche Schwierigkeiten lieferte sie 2009 ein Schimmelhengstfohlen, das durch Unachtsamkeit beim Aufzüchter leider einging, und 2011 das ersehnte Stutfohlen, Call me Romance (v. Ramiro’s Son II, s. nebenstehendes Fohlenbild). Damit war die Eintragung in das FN-Leistungsstubuch Abt. B aufgrund eigener Turniererfolge möglich.
Neben der züchterischen Verwendung ist dieses genetische Juwel das beste Anfängerpferd für unseren Sohn Gordon gewesen, das man sich wünschen konnte. Beide haben schon zahlreiche Schleifen im Turniersport gesammelt.
Cascaya brachte 2015 von Ramiro's Son II ein prämiertes Hengstfohlen, das in Hengstaufzüchterhände verkauft wurde. Für Cascaya war es das letzte Fohlen, sie genießt nun den Ruhestand. Ihre Tochter Call me Romance lieferte 2015 ein prämiertes Stutfohlen von Campamento.